Langsam aber sicher auf der Zielgeraden

Nach einer längeren Pause – Dominique musste sich auf das BWL-Studium und die Arbeit konzentrieren und Maja war für ein Filmprojekt fünf Monate auf Borneo – geht es endlich weiter mit den Vorbereitungen! Wir konzentrieren uns jetzt voll auf das Schiff, die Reparaturen und Verbesserungen und die letzten Ausbildungsschritte, denn der Startschuss für die Weltumsegelung anfangs August 2018 naht rasant!

Neben einem Nothelferkurs mit Ausrichtung auf Notfälle auf See und vielen Beratungs- und Einkaufstouren haben wir auch einige handfeste Dinge vorangebracht. So haben wir zwar ein Dingi, aber die Motorisierung fehlte uns bisher noch. Ein guter Freund hat uns nun seinen alten Johnson 6PS Aussenborder, Jahrgang 1974, vermacht, den wir  im Wassertank getestet haben – nach kleineren Reparaturen läuft er wie neu (Bild 1)! Wir freuen uns schon darauf, ihn das erste Mal mit unserem Dingi in Einsatz zu nehmen.

Vom Vorbesitzer des Bootes haben wir eine alte Windfahnensteuerung erhalten, die wir testweise zusammengebaut haben, um zu sehen, ob alle Teile vorhanden und funktionstüchtig sind (Bild 2). Der schwedische Sailomat 500 aus dem Jahre 1984 ist sehr stabil und unkaputtbar! Wir sind gespannt auf den Praxistest in Genua.

Zum Glück ist unsere Yemayá schon einmal um die Welt gesegelt (damals noch als Argo) und der Vorbesitzer hat das Boot dafür perfekt durchdacht umgebaut. Unter der Bugkoje liegt einer von zwei Wassertanks, den wir ausgebaut haben, um ihn richtig durch zu putzen (Bild 3). Der zweite Tank ist so gut verbaut unter den Bodenbrettern, dass wir entschieden haben, ihn nicht zu demontieren und auf mühsame, klassische Art via Serviceluke zu reinigen.

Die Fenster sind alt, milchig und teilweise gerissen, deshalb haben wir mit dem Ausbau begonnen (Bild 4) – eine aufwändigere Arbeit, wie wir gedacht haben, weil ein Teil der Fenster anders verbaut ist wie erwartet. Dies wird uns wohl noch eine Weile beschäftigen, geschweige denn das Einsetzen der neuen Fenster…

Auch unter dem Boot geht einiges voran: Der Rumpf ist zwischenzeitlich fertig ausgetrocknet und kann weiter bearbeitet werden. Die Sanierung des Rumpfes wird uns ebenfalls noch eine Weile begleiten – Schleifen, schleifen, schleifen ist jetzt angesagt!